...Gründung", wie sich die deGUT 2025 selbst bezeichnet, war enttäuschend und blieb weit hinter meinen Erwartungen zurück: Die große Halle füllte sich nicht. Im Gegenteil, sie leerte sich lange vor dem offiziellen Ende. Die Beratungstische wurden nur von wenigen Akteur*innen aufgesucht. Manche (kostenlosen) Beratungsangebote blieben ungenutzt. Freundlich ausgedrückt: das mobile Bistro in meiner Nähe rettete mich - in der wachsenden schlechten Stimmung über die verlorene Zeit und Energie auf dieser Messe. Flop muss sein!
Da lesen sich die Zahlen und Fakten der herCareer-Expo 2025 in München - die in diesem Jahr gleichzeitig mit der deGUT in Berlin stattfand und ich deshalb nicht daran teilnehmen konnte - erfreulich anders:
- 265 Aussteller:innen & Partner:innen
- 7.757 Besucher:innen
- 58.910 digitale Matches
- 13.000 Übergaben digitaler Bewerbungen am Messestand
- über 450 Role Models, Insider & Expert:innen
- ....
- 97 % Weiterempfehlungsrate
- gefühlt eine Million gute Gespräche
Erfrischend, dass der Entrepreneurship Summit Berlin am gleichen Wochenende, in einer wilden Mischung aus grauhaarigen und sehr jungen Menschen, ausgelassen "sprudelte" und in inspirierende Gespräche mündete.
Ebenfalls im Oktober veranstaltete die bundesweite Gründerinnenagentur (bga) die Tagung "GRÜNDERINNEN.innovieren.WIRTSCHAFT" in Berlin. Die häufig mit dem Potential von startups in Verbindung stehende "Innovationsfähigkeit" wurde einmal gründlich unter die Lupe genommen und auf Gründungen von Frauen bezogen. Diese seien per se nachhaltiger, grüner und demokratisch ausgerichtet. Mentorinnenprogramme, Netzwerke und Gründerinnenpreise stärken Gründerinnen, so berichteten Akteur*innen in den Workshops. Die Tagung - ein gelungenes Get Together.
Ende Oktober dann der Festakt zu "25 Jahre Arbeitsgemeinschaft der Frauen- und Geschlechterforschungseinrichtungen Berliner Hochschulen (afg)". Gefeiert mit dem Slogan „Gender Studies in Berlin: Gekommen, um zu bleiben – 25 Jahre afg“ im Senatssaal der Humboldt-Universität zu Berlin. Mit den Keynotes „Krise der Geschlechterordnung – Krise des Wissens. Drei Schlaglichter“ von Sabine_ Hark, Susanne Baer und Aysel Yollu-Tok und abschließend das Gespräch „Gekommen um zu bleiben? Gender Studies in Berlin“ mit Hildegard Maria Nickel, Margreth Lünenborg, Patrick Wielowiejski und Gabriele Werner.
(1) Link abgerufen am 31.10.2025, Startup-Verband
(2) Mein Blog zu Bootstrapping


